Evidenzbasierter Lebensraumverbund in Feuchtwiesen – Pilotprojekt mit Sumpfschrecken im Toggenburg und Thurtal

2019
Amt für Natur, Jagd und Fischerei, Kanton St. Gallen

Im Rahmen dieses Projekts wurden naturschutzgenetische Analysen an der Sumpfschrecke durchgeführt, um Verwandtschaftsverhältnisse, genetischen Austausch sowie potenzielle Barrieren zwischen Populationen zu untersuchen. Im Zentrum standen dabei Fragen zur möglichen Isolation durch Distanz, zur Rolle von Höhenlagen und Talseiten im Thurtal sowie zum Einfluss natürlicher und anthropogener Strukturen auf die Konnektivität. Darüber hinaus wurde analysiert, inwiefern unterschiedliche Vegetationstypen den genetischen Austausch fördern oder einschränken.

Ziel des Projekts war es, eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die Entwicklung und Priorisierung von Naturschutzmassnahmen zu schaffen. Dazu zählen insbesondere die Aufwertung und Vernetzung von Feuchtlebensräumen, die Identifikation geeigneter Verbundachsen sowie die gezielte Reduktion von Barrieren, um den langfristigen Erhalt der Populationen zu unterstützen.



Leistungen:
  • Klassische Felderhebung der Sumpfschrecke
  • Genetische Untersuchungen einzelner Sumpfschreckenindividuen
  • Analyse von Verbreitung und funktionalem Verbund der Sumpfschrecke
  • Erarbeitung einer naturschutzgenetischen Handlungsgrundlage für Vernetzungsmassnahmen in Feuchtwiesen und entlang von Höhengradienten
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